#BergeVersetzen

Was haben wir eigentlich am vergangenen Sonntag auf dem Jochpass angestellt, wie hängt das alles zusammen? Nur für einen Tag machten wir mit beim 20. Jochpass-Oldtimer-Memorial, um Berge zu versetzen. Was es damit auf sich hat, fasst Carsten Krome zusammen.

Blenden wir kurz zurück: Es ist Freitag, der 11. Oktober 2013. Das weite Rund der Gipfel, die sich rund um Bad Hindelang in den Allgäuer Alpen auftürmen, steht seit der Mittagszeit unter Dampf. Geschneit hat es in den vergangenen Tagen, und mit dem Altweibersommer sind wieder vertretbare Temperaturen zurückgekehrt. Zwei Freunde, die mitten auf dem Busbahnhof der Gemeinde ihr Zeltlager eingerichtet haben, atmen erleichtert auf. Freaks, Weltverbesserer? Nicht ganz, und irgendwie doch…

Freaks auf dem Busbahnhof: Reisen beginnen da, wo Reisende sich aufhalten.

Sie sind in gemeinsamer Mission unterwegs, der Sebastian „Baschdi“ Sommer aus Tuttlingen und der Carsten Krome, alias „Catte“, aus Duisburg. Sie haben gelbe Porsche in die Berge gebracht, um für eine Zukunftsvision des Broadcastings zu werben, die an diesem 11. Oktober 2013 ihre Premiere im Breiten-Motorsport erleben wird – Livestreaming über das Internet. Es ist die Choreographie zweier Eingeschworener, die sich acht Monate zuvor, am 1. Februar 2013, bereits etwas vorgenommen haben: „Wir werden beim 15. Jochpass Oldtimer Memorial mitfahren – was immer bis dahin auch kommen mag!“ Ebensowenig ist zu diesem Zeitpunkt abzusehen, dass es gelbe Porsche 911 sein werden, die in der Nacht vor dem 11. Oktober 2013 zu Kommunikationsmitteln eines Slogans gemacht werden. Dieser lautet: Jeder kann mitfahren. Online. In HD-Qualität. Die Beklebeaktion findet aufgrund von Schneefällen und Minusgraden in der Waschhalle der örtlichen Ford-Vertretung von Bad Hindelang statt – subversiv fühlt sich das Ganze an, euphorisch, rebellisch, zauberhaft und aufgrund einer Flasche Wodka vom Discounter später auch ein bisschen vernebelt.

Gelbe Gipfelstürmer: Die Botschaft kommt an – und macht sich selbstständig.

Wichtig ist, dass „Baschdi“ und „Catte“ ein gemeinsames Ziel verfolgen. Am Jochpass wollen sie einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen, Renntaxi-Gäste über die 107 Kurven der Jochstraße mit nach oben nach Oberjoch nehmen, ihre Idee vorantreiben. Das gelingt, und manch einer spendet Beifall. Dass sich in den Tagen nach dem Auftritt im Allgäu im sozialen Netzwerk Facebook Fotografen mit schönen Bildern melden und wenig später sogar ein Modellbauer, der die gelben Gipfelstürmer-Porsche – so nennt er sie – im Maßstab 1 : 18 als handgefertigte Miniaturen verwirklicht, ist nicht zu erwarten. Die Reaktionen stellen unter Beweis, dass die Botschaft angekommen ist. Eins steht schnell fest: Weitere Ereignisse, neudeutsch: Events, werden folgen, um den Weg weiter zu gehen! Nur wo und wie?

Irgendwo im Nirgendwo: Neuhausen ob Eck erweist sich als eine Option.

Eine mögliche Antwort liefert ein Sonntag im Juli 2014, als sich die beiden Freunde vom Jochpass auf 804 Metern Meereshöhe irgendwo im Nirgendwo ins hohe Gras setzen und ihre Gedanken schweifen lassen. Wieder so ein Männerding zweier Freaks? Vielleicht, doch die (neue) Richtung steht fest: Hier oben in Neuhausen ob Eck, früher war das ein Fliegerhorst der Bundesluftwaffe unweit der Bodenseeregion, soll die in Jahrzehnten verblasste Erinnerung an ein Flugplatzrennen an gleicher Stelle aufgefrischt werden. Es ist Pfingstsamstag, der 23. Mai 2015, als Neuhausen ob Eck zum Schauplatz eines ersten, leider statischen Sportwagen-Eintagesevents wird. Auf Anhieb erscheinen 708 Sportwagen aus Stuttgart-Zuffenhausen – das erfolgreichste Start-Up aller deutschen Veranstaltungen dieser Gattung. Nur gefahren werden darf nicht, die Regularien vor Ort lassen dies nicht zu.

Wie im Himmel: #myHeaven11 – der elfte Himmel, eine neue EU-Marke.

Im Vorfeld vollzieht sich eine EU-Medienmarkengründung: #myHeaven11 – der elfte Himmel. Die Entstehungsgeschichte ist schnell erzählt, und sie hat nichts mit einer weiteren Flasche Hochprozentigem vom Discounter zu tun – obwohl: An jedem Sonntag im Juli 2014, als „Baschdi“ und „Catte“ auf 804 Metern Meereshöhe, hoch oben in Neuhausen ob Eck, im Gras sitzen, findet der Letztgenannte auf einmal: „Du, die Wolken ziehen hier so tief – das ist hier wie im Himmel!“ Unnötig zu erwähnen ist, dass Carsten Krome den gleichnamigen Film mit dem schwedischen Schauspieler Mikael Nyqvist einige Jahre zuvor gesehen hat. Daraus ergibt sich eine schlichte Konsequenz: Der elfte Himmel ist höher als der siebte, übersetzt: #myHeaven11. Die Umsetzung erfolgt zunächst als Eventkonzept. Bis September 2017 finden drei Großveranstaltungen unter diesem Namen statt.

Rückbesinnung: Siebter Himmel kann doch jeder, nehmen wir den elften!

Sonntag. 1. Juli 2018, Passmarkt am höchsten Punkt des Sankt Gotthard in den Schweizer Alpen auf 2.107 Metern Meereshöhe. Hier oben, auf dem Rückweg von einer Rennsport-Veranstaltung im Königlichen Park von Monza in der italienischen Lombardei, kommt es, gestützt durch die umgebenden Berge, plötzlich zu einer Rückbesinnung auf den Ausgangspunkt von #myHeaven11, das Jochpass-Oldtimer-Memorial. Am ersten Wochenende im Oktober 2018 findet die Jubiläumsveranstaltung statt, die 20. Auflage – ein guter Anlass, die losen Fäden wieder aufzunehmen, alle seinerzeit Beteiligten wieder zu involvieren. Auch Sebastian „Baschdi“ Sommer, auch Marlene Brutscher, auch die neuen Wegbegleiter der laufenden Rennsport-Saison, Sylvia Pietzko und Lars Zander. Noch vor Ort zeichnet sich ab, welches Motto der Weg zurück an den Ausgangspunkt haben wird: #BergeVersetzen.

Eine neue Kombination, ein neuer Weg: #myHeaven11 | #BergeVersetzen.

Die Inspiration, hervorgerufen durch die starke Aura der Bergwelt, geht noch weiter: Die 2014 gegründete EU-Marke #myHeaven11 soll umgewidmet und dem Motto #BergeVersetzen hinzugefügt werden. Die neue Kombination soll für folgende (Erfolgs-)Faktoren stehen:

  • Rückbesinnung auf das Jochpass-Oldtimer-Memorial als naturgegebenes Setting für außergewöhnliche Begegnungen und Erlebnisse in historischen Porsche 911 als „Yellow Tabs“ – US-Renntaxis.
  • Rückbesinnung auf das 2013 am Jochpass eingebundene Einsatzteam, die Rennen fahrende Porsche-Familie Sommer aus Tuttlingen und ihren gelben 911 S 2.4 (1973) als ein Wahrzeichen.
  • Rückbesinnung auf den Slogan „Jeder kann mitfahren. Online. In HD-Qualität“ und die Einführung des Lifestreamings im deutschen Breiten-Motorsport, Umwidmung der EU-Marke #myHeaven11.
  • Neue Kombination #myHeaven11 | #BergeVersetzen als Sinnbild für besondere Begegnungen, emotionale Aktivierung und professionelles Coaching, Livesteaming als integratives Kommunikationsmittel.
  • Wir sind ein Team, nur gemeinsam kann es gelingen! Einbindung bewährter Partner – neuer wie alter: von Sebastian „Baschdi“ Sommer“ über Marlene Brutscher und Sylvia Pietzko bis hin zu Lars Zander und Christian Benner.

Der Klang der Bergwelt rund um den Sankt Gotthard: Momente der Inspiration.

Wie es weiterging: #myHeaven11 | #BergeVersetzen nimmt an Fahrt auf.

Der Mandolinenspieler vom Sankt Gotthard. Ein Blog-Beitrag von Carsten Krome.

https://www.netzwerkeins.com/2018/07/02/der-mandolinenspieler-vom-sankt-gotthard-ein-blog-beitrag-von-carsten-krome/

myHeavenEleven | #BergeVersetzen. Beim 20. Jochpass-Oldtimer-Memorial zu neuen Horizonten.

https://www.netzwerkeins.com/2018/09/27/myheaveneleven-bergeversetzen-beim-20-jochpass-oldtimer-memorial-zu-neuen-horizonten/

Zurück zu netzwerkeins.com:

https://www.netzwerkeins.com/2018/10/06/my-heaven-11-siebter-himmel-kann-doch-jeder-nehmen-wir-den-elften/